Die EZB öffnet die Geldschleusen noch weiter
Posted on | October 17, 2008 | No Comments
16. Oktober 2008 Die Europäische Zentralbank (EZB) öffnet ihre Geldschleusen noch weiter. Wie in einem Teil der Donnerstags-Ausgabe bereits berichtet, hat der EZB-Rat am Mittwochabend beschlossen, den Banken auch drei- und sechsmonatige Refinanzierungsgeschäfte in praktisch unbegrenzter Höhe zu ermöglichen.
Zudem wurde die Liste der Pfandwerte, die die Banken als Sicherheit hinterlegen können, deutlich erweitert. Die EZB zielt damit darauf, die teilweise existenzbedrohenden Liquiditätsnöte mancher Kreditinstitute zu beheben und das Vertrauen in das Finanzsystem zu stärken.

Liquiditätsnöte seien künftig praktisch ausgeschlossen, heißt es
Am Geldmarkt sind die neuen Maßnahmen mit freudiger Überraschung, teilweise auch mit ungläubigem Staunen aufgenommen worden. Die EZB lasse damit ihrem Versprechen, die Illiquidität am Geldmarkt zu beheben, nun Taten folgen, kommentierte ein Händler. Sobald das Programm in Kraft trete – der genaue Termin steht noch nicht fest -, sei praktisch ausgeschlossen, dass eine Bank noch Liquiditätsnöte habe. Abzuwarten bleibe allerdings, ob der Geldhandel unter Banken wie erhofft wieder in Schwung komme. Denn viele Banken dürften es vorziehen, ihren Liquiditätsbedarf künftig weitgehend über die EZB zu decken.
Quelle und vollständiger Bericht:
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EF83FFE67BC984F34A18F08E6FC84ED02~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Tags: Bailout > Banken > EU > Euro > Finanzkrise > Geld > Hyperinflation > Inflation > Kredite
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